Umweltschutz mit Augenmaß

Boden, Luft und Wasser brauchen Schutz und Pflege. In früheren Jahren ist der Mensch leider oft sorglos damit umgegangen. Die Umweltfolgen müssen erkannt, analysiert und beseitigt werden – zielorientiert und nutzungsbezogen. UCP entwickelt ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Lösungen zum Thema Altlastenmanagement.

Individuelle, vernünftige Lösungen

Viele Gewerbestandorte müssen heutigen Umweltstandards angepasst werden, um ihren Wert auf lange Sicht zu erhalten. Umweltgefahren aus früheren Nutzungen können dabei vom Baukörper über den Boden bis in das Grundwasser in größerer Tiefe reichen. Fundierte Gefahrenanalysen und Fachkompetenz sind gefragt. Denn voreilige Sanierungsschritte führen oft zu unverhältnismäßig teuren Maßnahmen. Deshalb entwickeln wir für jedes Projekt eine passgenaue Gesamtlösung, die Standortinhabern langfristige Sicherheit bietet. Auf Wunsch holen wir zertifizierte Entsorgungs-, Sanierungs- und Tiefbaupartner ins Boot und organisieren in enger Abstimmung mit Auftraggebern und Behörden eine kostensichere Gesamtlösung.

Werterhalt durch Rechtssicherheit

UCP recherchiert und bewertet mit hoher Sachkenntnis Risiken aus Umweltgefahren in Boden und Grundwasser. Auf Basis langjähriger Erfahrungen erstellen wir eindeutige Gefahrenanalysen und belastbare Expertisen zu einzelfall- und schutzgutbezogenen Anforderungen über einen Sanierungsbedarf. Zur Realisierung nutzungsorientierter Sanierungen bewerten wir konservative und innovative Verfahren hinsichtlich Kosten und Wirkung. Wir erarbeiten einen Sanierungsplan mit behördlicher Akzeptanz, der für Planungs- und Kostensicherheit sorgt. Technische Leistungen werden von uns ausgeschrieben, geleitet und überwacht.


Projektauswahl im Bereich Altlastenmanagement

> Altlastenmanagement bei der oelheld GmbH

> Altlastenmanagement bei der DC DruckChemie GmbH

 


Logo der Ölheld GmbH

Erfolgreiches Altlastenmanagement bei der oelheld GmbH

Seit 1887 entwickelt und produziert die oelheld GmbH in Stuttgart Schmierstoffe. Vor 1985 waren beim langjährigen Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten nutzungsbedingte Schadstoffführungen im Boden mit Wirkung auf das Grundwasser entstanden. 2014 wurden die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen.

Das Projekt

Die etwa 6.000 m² große Liegenschaft des Unternehmens liegt im Heilquellenschutzgebiet Stuttgart. 1944 wurde sie durch einen Luftangriff zerstört. Unter anderem hat oelheld auch eine öffentliche Tankstelle auf dem Gelände errichtet. In den 60er-Jahren wurde die Verwendung nicht brennbarer Lösemittel (LCKW) zu Reinigungszwecken von den Behörden empfohlen, um möglichen Gewässerverunreinigungen durch Mineralölprodukte vorzubeugen. 1983 wurde die Entdeckung von LCKW bei den Heilquellen zum Auslöser für Altlastuntersuchungen. 2002 übernahm oelheld zusätzlich das angrenzende Gelände der ehemaligen deutsch-amerikanischen Petroleumgesellschaft.

Bis 2002 erfolgten Teilsanierungen durch Ölbergung, Bodenluftabsaugung und Bodenaustausch bei baulichen Aktivitäten. Nach Erkenntnissen der europäischen Studie INCORE von 2003 war der Verdacht auf standortbürtige Grundwasserschäden durch Mineralölprodukte fachtechnisch nicht mehr sicher auszuräumen. Flächenhafte Verbreitungen von Beaufschlagungen mit den häufigsten Schadstoffgruppen sind im oberflächennahen Grundwasser jedoch regional bekannt.

Im Dialog mit der Fachbehörde wurden Recherchen zu potenziellen Schadenstoffquellen ausgeführt, die im durchströmenden Grundwasser zusätzliche Beaufschlagungen durch standortspezifische Schadstoffe erzeugen. Im Tankstellenareal wurden die maßgeblichen Ursachen für die Altlast festgestellt. Eine Dekontamination durch Bodenaustausch bei eventuellen Baumaßnahmen fand auch bei der Behörde Akzeptanz.

Von 2013 bis 2014 wurde auf dem Tankstellenareal das Bauvorhaben „Technikum“ geplant. Die Sanierung des Areals konnte noch 2014 beendet werden. Die Nachsorge bis 2016 hat den Erfolg der Sanierung bestätigt.

Unsere Leistungen

Ausarbeitung eines konzeptionellen Standortmodells mit Plausibilitätsprüfungen geologischer, geohydraulischer und analytischer Befunde

  • Untersuchungen durch Immissionspumpversuche im Grundwasserabstrom sowie Festlegung schutzgut- und nutzungsbezogener Sanierungszonen
  • Ausarbeitung eines Sanierungsplans mit fachamtlicher Akzeptanz
  • Beteiligung an Ausschreibung und Vergabe von Sanierungsarbeiten
  • Planung und Überwachung der hydraulischen Sicherung im Heilquellenschutzgebiet Stuttgart
  • Abfallwirtschaftliche Begleitung und Überwachung der Sanierungsarbeiten im kontaminierten Bereich
  • Baugrunduntersuchungen
  • Schaffung belastbarer Fakten für die anwaltliche Unterstützung zur Inanspruchnahme des ehemaligen Versicherers
  • Recherchen und Bewertungen bei der Auflösung des Tankstellennetzes auf Fremdarealen und abgesicherte Rückführung an die Liegenschaftseigner

Vorteile für den Kunden

  • Mehrwert der Liegenschaft
  • Akzeptanz bei der Fachbehörde für eine effiziente Altlastsanierung in Kombination mit einem Bauvorhaben im Heilquellenschutzgebiet
  • Zielorientierte Kommunikation mit Projektbeteiligten
  • Gütliche Einigung mit dem ehemaligen Versicherer durch einen Vergleichsvorschlag mit anteiliger Kostenübernahme
  • Kostenersparnis durch Synergieeffekte aus der Kombination von Altlast- und Baugrunduntersuchung
  • Reibungslose Abwicklung bei Auflösung mehrerer öffentlicher Tankstellen auf Pachtflächen (vor 2005)

Logo der DruckChemie

Erfolgreiches Altlastenmanagement bei der DC DruckChemie GmbH

Die DC DruckChemie GmbH in Ammerbuch bei Tübingen entwickelt, produziert, liefert und entsorgt chemisch-technische Mittel und Zubehöre für das grafische Gewerbe. Das Unternehmen betreibt seit 1996 aktiven Umweltschutz bei zeitgleicher Beseitigung von Altlasten.

Das Projekt

Die 20.000 m² große Liegenschaft des Unternehmens befindet sich innerhalb eines Wasserschutzgebietes. Bis zu 1.000 m³ gefährliche Inhaltsstoffe müssen hier gelagert werden. Die Produktion erfordert täglich zum Teil über 100 LKW-Bewegungen. Das Altlastenmanagement musste ohne Einfluss auf die Betriebsabläufe umgesetzt werden.

Im Boden wurden in den 90er-Jahren leichtflüchtige Chlorkohlenwasserstoffe (LCKW) entdeckt, die im durchströmenden Grundwasser verfolgt werden konnten. Schadensursache und -eintritt wurden zeitlich konkretisiert. Der Versicherer war von Beginn an mit im Boot.

Um die weitere Ausbreitung dieser volatilen Stoffe zu verhindern, wurden bis 1998 Bodenluftabsaugungen durchgeführt. Im Dialog mit Fachbehörden wurden die Beaufschlagungen im Grundwasser mit hydraulischen Verfahren gesichert und von 2002 bis 2006 nutzungsbezogen bzw. bis auf Trinkwasserqualität beseitigt. Die Nachsorge und ergänzende Inspektionen bis 2014 bestätigten die erfolgreiche Sanierung.

Unsere Leistungen

  • Abgesicherte Recherche und Gefährdungsabschätzung zur Lösemittelbelastung mit möglicher Fremdeinwirkung
  • Entwicklung eines Sanierungskonzepts bei aktiver Nutzung
  • Bemessung und Ausführung der Bodenluftabsaugung zur Abwehr künftiger LCKW-Ausbreitungen
  • Pumpversuche mit geohydraulischer Auswertung bei gleichzeitiger Inspektion der Gebrauchstauglichkeit von Grundwasseraufschlüssen
  • Modellhafte Dimensionierung erforderlicher Entnahmemengen und Reinigungsleistungen für eine erfolgreiche Grundwassersicherung
  • Ausschreibung und Vergabe geeigneter Abwasserreinigungsanlagen mit Einleitung ins Oberflächengewässer
  • Überwachung der Sanierung
  • Altlastenmanagement mit behördlicher Akzeptanz – im Dialog mit Versicherer hinsichtlich Kostenübernahme
  • Auftragserweiterung zu Recherchen bei Grundstücksankäufen und zu Baugrunduntersuchungen

Vorteile für den Kunden

  • Wertsteigerung der Liegenschaft
  • Beseitigung nutzungsbedingter Probleme aus der Vergangenheit
  • Imagefördernder Wandel zu einer Produktion nach geltenden Regelungen und zum zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb
  • Reibungslose Sanierung ohne Einfluss auf die Produktion
  • Abgrenzung eventueller Schadensursachen bei Versicherungswechseln